Eine episch angelegte Romanbiographie über eine der schillerndsten Persönlichkeiten des antiken Israel zur Zeit des persischen Weltreichs: Daniel von Juda.

Prophet, Staatsmann, Spion, Krieger.

 

Taschenbuch, 611 S., 19,90 Euro


Inhalt

 

(…) Wurde er wahnsinnig durch Wassermangel, durch den Schmerz? Oder war es lediglich das Wehen des heulenden Windes durch hohe und grausame Felszacken hindurch? War es womöglich sein versteckter Hochmut, ein Dünkel, bedeutsam zu erscheinen angesichts des Endes und der Nichtigkeit?

Plötzlich benetzte kühles Wasser seine aufgesprungenen Lippen und köstliches Nass rann seine ausgetrocknete Kehle herab. Mitleidig lächelte der Soldat ihn an.

 

Hier, an der Grenze zwischen Leben und Tod.

Es war ein Lächeln, das er nie mehr vergessen würde …

 

 

Karkemiš , Assyrien, im Jahre 605 vor Christus

 

Nebukadnezar II., Thronerbe Babylons hatte die Armee Pharao Nechos II. vernichtend geschlagen, und die Vorherrschaft Ägyptens im gesamten Mittelmeerraum brutal beendet. Das mächtigste Reich dieser Epoche war am Entstehen, und ausgerechnet ein Judäer spielte darin eine Hauptrolle.

 

Niemand jedoch konnte ahnen, dass dieser Kriegsgefangene aus Juda Visionen empfangen sollte und historische Entwicklungen beschrieb, die das Geschichtsverständnis der Antike und des Mittelalters maßgeblich prägen würden, und deren Bedeutung für die heutige Zeit von nur Wenigen verstanden wird.

 

 

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Daniel von Juda, Prophet und Staatsmann, war eine herausragende historische Persönlichkeit des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts.

 

Lediglich die außerordentliche Exaktheit seiner Prophetie veranlasste ab dem 18. Jahrhundert Teile der – sich selbst als aufgeklärt bezeichnete Kirche –, Daniel als anonymen Autoren zu werten, der vierhundert Jahre nach den Ereignissen in dem nach ihm benannten Buch schrieb, da es echte Voraussagen der Zukunft ja nicht geben könne …

Doch diese Hypothese ist wenig belastbar und wissenschaftlich kaum haltbar, denn die archäologische und historische Quellenlage für eine Frühdatierung des Danielbuches ist schlicht überwältigend, und wird im Sachteil ausführlich dargelegt.

Dieser umfangreiche, aufwendig recherchierte  Anhang zum Selbststudium bietet weitgehend unbekanntes archäologisches und historisches Material: Schriftzeugnisse der Herrscher, originale Königs-Chroniken sowie antike Sekundärliteratur jener Epoche. Dabei werden viele überraschende Bezüge zum historischen Daniel von Juda greifbar.

Die präsentierten Quellen ergänzen den Roman in optimaler Weise, und bieten einen reichen Fundus vertiefender Informationen zum Verständnis dieses überaus aktuellen prophetischen Werkes.